Aktuelles
Die Wind- und Solarbranche ist ein sich schnell entwickelnder Industriezweig mit kurzen Innovationszyklen. Seit 30 Jahren ist Das Grüne Emissionshaus Teil dieses Markts mit Dienstleistungen über die gesamte Wertschöpfungskette. Hier finden Sie Neuigkeiten zu unserem Unternehmen und Dienstleistungsangebot sowie Termine und News zu interessanten Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien.
Zwei Repowering-Parks fertiggestellt
In den vergangenen Wochen konnte am Standort Ablaß in Sachsen und auf der Gemarkung Kantow in Brandenburg die Errichtung von insgesamt sechs Anlagen im Rahmen eines Repowerings abgeschlossen werden. Der neue Windpark Ablaß besteht aus drei Anlagen vom Typ Enercon E160 mit jeweils 5,56 MW, der repowerte Windpark Kantow aus drei Anlagen des Typs N163 mit jeweils 5,7 MW Leistung. Vier Altanlagen in dem Windpark werden weiterbetrieben. Trotz deutlich geringerer Anlagenzahl wird die Stromproduktion deutlich höher liegen als zuvor: In Ablaß beispielsweise werden die drei neuen Anlagen mit rund 40 Mio. KWh voraussichtlich rund doppelt so viel Strom produzieren wie die bisherigen elf Anlagen. Aktuell wird an den Standorten eine neues Umspannwerk gebaut bzw. das bestehende ertüchtigt, sodass die Inbetriebnahme der beiden neuen Parks noch aussteht.
Der Rückbau des Windparks Ablaß ist weitgehend abgeschlossen. Im Moment finden noch abschließende Arbeiten zur Wiederherstellung der Kranstellflächen und Zuwegung statt. In Kantow ist der Rückbau der Altanlagen ebenfalls im Gange. Da Windenergieanlagen zu weit über 90 Prozent aus Stahl und Beton bestehen, ist das Recycling eines Großteils der Anlagen schon jetzt über industriell gut etablierte Stoffströme möglich. Schwieriger ist das Recycling der Rotorblätter, die fast zu zwei Dritteln aus faserverstärktem Kunststoff und zu knapp einem Drittel aus Harzen und Klebstoffen bestehen. Neben Kunststoffen werden auch Lacke, Balsaholz und Kunststoffschäume verbaut. Es gibt mit der Pyrolyse zwar ein Verfahren, in den man die Fasern wieder vom Harz trennen kann, aber angesichts des recht geringen Preises für neue Glasfaser, lohnt sich der Prozess über die energieaufwändige Pyrolyse für glasfaerverstärkte Kunststoffe in der Regel noch nicht. Bei Kohlefasern sieht es etwas anders aus: Hier gibt es bereits einige Firmen, die recycelte Carbonfasern anbieten. Besser wäre es aber ohnehin, das Recycling von Anfang an mitzudenken und Harz zu verwenden, das sich leicht von den Fasern, Kunststoffen und dem Holz trennen lässt. Siemens hat hier bereits Pionierarbeit geleistet und ein „Recyclable Blade“ entwickelt, das sich inzwischen hoher Nachfrage erfreut. Bis sich diese Art von Rotorblätter durchgesetzt haben und nach Ende ihrer Lebensdauer in den Reyclingprozess eingespeist werden können oder sich ein preisgünstigeres Reyclingverfahren für die aktuellen Blätter etabliert hat, bleibt die Zementindustrie der wichtigste Abnehmer für ausgediente Rotorblätter. Dort dienen die geschredderten Rotorblätter zum einen als Ersatzbrennstoff für Kohle. Zum anderen werden die mineralischen Bestandteile in den Zementklinker eingebunden und sparen so Rohstoffe wie Sand und Kalkstein ein.
Erstes Rotorblatt für den Windpark Sirnitz
Gestern ist das erste Rotorblatt in den Windpark Sirnitz gefahren worden. Der Windpark entsteht aktuell auf einem etwa 900 Meter hohen Höhenzug zwischen den Orten Müllheim und Sulzburg und umfasst fünf Windenergieanlagen des Typs Enercon E-175 mit einer Gesamtleistung von 35 Megawatt. Das Grüne Emissionshaus hat den Windpark im Auftrag der Badenova entwickelt und begleitet jetzt den Bau.
Die spektakuläre Fahrten des mit den Rotoblättern bestückten Selbstfahrers erfolgen tagsüber über die L131 zwischen den Orten Oberweiler, Schweighof und dem Windpark. Bei der ersten Fahrt am gestrigen Mittwoch verfolgten viele interessierte Zuschauer das Schauspiel und zeigten sich begeistert von dem herausfordernden Transport des rund 86 Meter langen Rotorblatts.
Der Windpark Sirnitz wird nach seiner Fertgigstellung voraussichtlich rund 71,5 Millionen Kilowattstunden klimafreundlichen Strom pro Jahr erzeugen – rein rechnerisch genug für den Bedarf von rund 50.000 Menschen. Gleichzeitig werden jährlich rund 30.000 Tonnen CO₂ eingespart. Das Projekt ist ein wichtiger Baustein für die regionale Energiewende und stärkt die klimafreundliche Energieversorgung in Südbaden. Die ersten Anlagen sollen zum Jahreswechsel 2026/2027 in Betrieb genommen werden. Weiter Informationen zum Windparkprojekt finden sich hier.
Wir feiern 30 Jahre Leidenschaft für Erneuerbare Energien
Am vergangenen Freitag haben wir uns selbst gefeiert und mit rund 150 Gästen auf unser 30-jähriges Bestehen angestoßen. Die Feierlichkeiten starteten mit einem Festakt im Theater Freiburg, bei dem Mitgesellschafter und Geschäftsführer Heinrich Röder als erster von vier Rednern die letzten drei Jahrzehnte Revue passieren ließ und darin drei Phasen ausmachen konnte: Von 1996 bis 2001, als drei Entrepreneure im Freiburger Stadtteil Vauban in See stachen, von 2001 bis 2014, als es stürmisch, zum Teil sogar sehr stürmisch zuging, aber das Schiff nicht kenterte und die bislang letzte Phase von 2014 bis jetzt, in dem wir uns immer wieder fragten, wie still und tief das Wasser ist und woher der Gegenwind kommt. Stolz könne man jedenfalls sein, dass es uns überhaupt noch gebe. Denn: Schätzungen zufolge werden nur etwa 10 % der Unternenmen in Deutschland 30 Jahre und älter.
Im Anschluss an Heinrich Röder berichtete Thomas Kunzmann, Geschäftsführer der brasilianischen Schwestergesellschaft Windwerk, von der Entwicklung des Unternehmens seit seiner Gründung 2016. Ebenfalls zehn Jahre währt schon die Zusammenarbeit mit dem regionalen Energieversorger Badenova: Ende 2016 übernahm eine Tochtergesellschaft des Konzerns 50 % der Gesellschaftsanteile. Matthias Welss, Geschäftsführer von Badenova Erneuerbare, hob in seinem Grußwort hervor, dass die Kooperation auch jetzt noch sehr fruchtbar ist und für beide Seiten eine Win-Win-Situation darstellt.
Last but not least hat der Freiburger Energiejournalist Bernward Janzing die Gäste mitgenommen auf eine Zeitreise zurück zu den Anfängen der Energiewende und dabei allerlei interessante Anekdoten präsentiert. Aufschlussreich vor allem für die noch jüngeren Teilnehmer war, wie sehr Lobbyisten aus der Kernenergie in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder versucht haben, das Potential der Erneuerbaren Energien kleinzureden. Nicht mehr als 4 % des Strombeadrfs würden die Erneuerbaren Energien decken können, prognostierten die großen Stromversorger noch Anfang der 1990er Jahre in einer Anzeige. Weit gefehlt: Heute werden weit über 50 % des deutschen Stromverbrauchs aus Wind, Sonne, Wasser und Biomasse erzeugt.
Für den zweiten Teil der Feierlichkeiten lud Das Grüne Emissionshaus die Gäste in seinen Firmensitz im Zentrum von Freiburg ein, um dort bei gutem Essen und Trinken, leckeren Cocktails und kraftvoller Musik von DJ Vincent Ahmadi das Jubläum bis in den frühen Morgen ausgiebig zu feiern.
Positionspapier fordert weiteren Windenergieausbau im Süden
49 süddeutsche Unternehmen aus der Windenergie haben in einem aktuell veröffentlichten Positionspapier unterstrichen, dass der Ausbau der Windenergie in Süddeutschland nicht ausgebremst werden darf. Das Papier wurde am 29.4.26 bei der 6. Sitzung des Bayerischen Energiebeirats des Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklungund Energie an den bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger übergeben. Zu den Unterzeichnern gehören neben dem Grünen Emissionshaus auch Firmen wie Badenova Erneuerbare, Entega oder das E-Werk Mittelbaden. Initiert wurde das Paier von N-ERGIE Kraftwerke aus Nünberg. Hier kann das Positionspapier heruntergeladen werden.
Das Papier kommt dabe zu folgendem Fazit: „Der aktuelle rein kostengetriebene Ausbaupfad, der nur die Einzelprojektkosten betrachtet, ohne das volkswirtschaftliche Optimum zu berücksichtigen, führt zu steigenden Systemkosten und in Folge höheren Strompreisen und gefährdet so die Effizienz und die Stabilität des Energiesystems. Ein stärker regional ausbalancierter Ausbau unter Berücksichtigung der spezifischen Vorteile eines Ausbaus in der Südregion ist daher zwingend notwendig.“
Windpark Ablaß im Rück- und Neubau
In diesen Tagen geht das Repowering des Windarks Ablaß in die heiße Phase: Die alten Anlagen werden aktuell zurückgebaut und paralell die drei neuen Anlagen des Typs E160 mit einer Turmhöhe von 166 Metern und einer Nennleistung von jeweils 5,56 MW errichtet. Zwei der Anlagentürme stehen schon, beim Dritten wurden die Teile bereits angeliefert. Die Inbetriebnahme des neuen Windparks ist für das 4. Quartal 2026 vorgesehen.
Alle elf bestehenden Anlagen des Typs NEG Micon werden in den kommenden Wochen vollständig zurückgebaut. Sie sind 1999 in Betrieb gegangen und haben eine Anlagenleistung von jeweils 1,5 MW. Die drei Anlagen des neuen Windparks werden im Durchschnitt voraussichtlich etwa doppelt so viel Strom produzieren wie die elf Altanlagen.
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